Sonntag, 10. Oktober 2026 | 18 Uhr | Zeughaus Neuss

Lennox Berkeley | Serenade for strings op. 12
Grażyna Bacewicz | Divertimento für Streichorchester
Alfred Schnittke | Moz-Art à la Haydn
Wolfgang A. Mozart | Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364
Leitung, Violine und Viola | Isabelle van Keulen
Violine | Jacques Forestier
Kostenlose Konzerteinführung mit Dr. Matthias Corvin um 17.15 Uhr im oberen Foyer
Der Brite Lennox Berkeley ist für seine expressive Musiksprache bekannt, die zugleich von französischer Eleganz geprägt wird. Als junger Mann studierte er in Paris bei der berühmten Pädagogin Nadia Boulanger und begegnete Francis Poulenc und Albert Roussel. Seine 1939 entstandene Streicherserenade op. 12 atmet den Geist der schillernden Zwischenkriegszeit: eindringlich im Ton und reich an Farben.
Auch die polnische Komponistin Grażyna Bacewicz ging nach Paris zu Boulanger. Später selbst eine prägende Lehrerin am Warschauer Konservatorium, verbindet ihr Streicherdivertimento von 1965 Tradition und Moderne zu einer Musik von pulsierender Kraft und melodischer Tiefe.
Als „Spiel mit Musik“ für zwei Violinen und Streichorchester bezeichnete Alfred Schnittke sein Stück „Moz-Art à la Haydn“. Augenzwinkernd blickt er darin auf die Wiener Klassik zurück, die er liebevoll zitiert und zugleich verfremdet. So ergibt sich eine reizvolle Verbindung mit Wolfgang Amadeus Mozarts rund 200 Jahre zuvor entstandener Sinfonia Concertante KV 364. Mit nur 23 Jahren schuf der Salzburger darin eine fabelhafte Kombination von Doppelkonzert und Sinfonie – fast schon eine Liebeserklärung an Geige und Bratsche.
Konzertdauer: ca. 100 Min (inkl. Pause)
