Sonntag, 14. März 2027 | 18 Uhr | Zeughaus Neuss

Benjamin Britten | Simple Symphony op. 4
Béla Bartók | Divertimento für Streichorchester Sz 113
Ludwig van Beethoven | Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“
Leitung und Violine | Sarah Christian
Kostenlose Konzerteinführung mit Dr. Matthias Corvin um 17.15 Uhr im oberen Foyer
Mit seiner „Simple Symphony“ reist Benjamin Britten in die eigene Kindheit zurück. Entstanden 1934 am Ende seines Studiums in London, verarbeitet der Komponist darin frühe musikalische Ideen. So verschmelzen kindliche Leichtigkeit und stilistische Raffinesse zu einem poetischen Werk, das in jedem Takt verzaubert.
Einen eher ernsten Hintergrund hat Béla Bartóks Divertimento für Streichorchester. Der ungarische Komponist vollendete es 1939 in der Schweiz, kurz vor seiner Emigration in die USA. Auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus und am Vorabend des Zweiten Weltkriegs entstand ein Werk zwischen verspielter Folklore und herben Dissonanzen, barocker Musizierlust und rhythmischer Schärfe. Gerade in dieser Zerrissenheit blickt die Musik tief in die Abgründe ihrer Zeit.
Eines der bekanntesten Werke Ludwig van Beethovens ist die „Kreutzersonate“ op. 47 für Violine und Klavier. Ihre mitreißende Tonsprache und Virtuosität machten sie zu einem Schlüsselwerk der Violinsonaten. In seiner kongenialen Bearbeitung für Violine und Streichorchester lädt der australische Geiger Richard Tognetti die eruptive Energie von Beethovens Musik sinfonisch auf.
