Sonntag, 23. Mai 2027 | 18 Uhr | Zeughaus Neuss

Ludwig van Beethoven | Ouvertüre zu „Coriolan“ op. 62
Ludwig van Beethoven | Tripelkonzert op. 56
Franz Schubert | Sinfonie Nr. 3 D-Dur D200
Leitung und Violine | Isabelle van Keulen
Violoncello | Christian Poltéra
Klavier | Ronald Brautigam
Kostenlose Konzerteinführung mit Dr. Matthias Corvin um 17.15 Uhr im oberen Foyer
Inspiriert vom gleichnamigen Theaterstück des Österreichers Heinrich Joseph von Collin entstand Ludwig van Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre. Das 1807 komponierte Werk gilt als frühes Beispiel der Programmmusik, da es in konzentrierter Form den inneren Konflikt der Titelfigur nachzeichnet – zwischen Machtstreben, Zweifel und tragischem Ende.
Im berühmten „Tripelkonzert“ stellt Beethoven gleich drei Soloinstrumente gegenüber: Violine, Violoncello und Klavier. Zusammen bilden sie das klassische Klaviertrio, das hier in ein Orchester eingebettet wird. So entsteht ein Werk zwischen kammermusikalischem Dialog und sinfonischer Weite – ebenso konzertant wie lyrisch angelegt.
Ein Feuerwerk an Einfällen ist Franz Schuberts Dritte Sinfonie, die der erst 18-jährige Komponist 1815 in Wien schrieb. Leicht, tänzerisch und von überraschender Frische zeigt sie bereits sein unverwechselbares Gespür für eingängige Melodien und farbenreiche Orchestrierung. Zu Lebzeiten nur im privaten Rahmen aufgeführt, erlebte die Sinfonie ihre öffentliche Premiere erst 1881 in London.
