Sonntag, 08. November 2026 | 18 Uhr | Zeughaus Neuss

Ludwig van Beethoven | Streichquartett f-Moll op. 95 „Quartetto serioso“
Claude Debussy | Cellosonate d-Moll
Igor Strawinsky | Concerto in D
Pjotr Iljitsch Tschaikowski | Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48
Leitung und Violoncello | Raphaël Merlin
Kostenlose Konzerteinführung mit Dr. Matthias Corvin um 17.15 Uhr im oberen Foyer
Mit seinem Streichquartett f-Moll op. 95, dem sogenannten „Quartetto serioso“, schlägt Ludwig van Beethoven 1810 einen ungewöhnlich ernsten Ton an. Fern jeder Gefälligkeit verdichtet sich die Musik zu großer Intensität – schroff, leidenschaftlich und von überraschenden Kontrasten durchzogen.
Einen anderen Klangraum eröffnet Claude Debussys späte Sonate für Violoncello und Klavier, die 1915 im Schatten des Ersten Weltkriegs entstand. Sie verbindet impressionistisches Flair mit einer Brise französischer Klassik. In der Bearbeitung für Violoncello und Streichorchester entfaltet sich die Musik in ungewöhnlicher Pracht.
Zwar komponierte Igor Strawinsky sein Concerto in D 1946 in den USA, uraufgeführt wurde es jedoch vom Basler Kammerorchester. In neoklassischer Manier greift der Komponist darin barocke Formen auf und vereint sie mit rhythmischer Energie. Mit seiner Streicherserenade schuf Pjotr Iljitsch Tschaikowski 1880 ein Werk von leuchtender Schönheit. Inspiriert von Mozarts Musik entfaltet sich eine Tonsprache voller Anmut und Schwung, in der die ganze Ausdruckskraft des Streichorchesters zur Geltung kommt.
