Isabelle van Keulen übernimmt als »Artist in Residence« die künstlerische Leitung der DKN

Isabella van Keulen / © Marco Borggreve

Isabella van Keulen / © Marco Borggreve

Als »Artist in Residence« übernimmt Isabelle van Keulen mit Beginn der kommenden Saison die künstlerische Leitung der Deutschen Kammerakademie und führt das Ensemble damit auf neue Wege.

Während der nächsten zwei Spielzeiten fungiert die international renommierte Geigerin und Bratschistin Isabelle van Keulen als Klammer und Konstante: Nachdem Lavard Skou Larsen, der die DKN in den letzten zwölf Jahren als Chefdirigent äusserst erfolgreich geleitet hatte, sich im Juni mit der Open- Air Klassiknacht aus Neuss verabschiedet, werden sich die Musiker und das Management des Ensembles bei der Neubesetzung seines Postens Zeit lassen.

In den kommenden Monaten werden verschiedene junge Stars und große Namen musikalischen Kontakt mit dem weithin bekannten Kammerorchester aufnehmen. Die künstlerische Führung liegt zwischenzeitlich in den bewährten Händen von Isabelle van Keulen, die von ihrer niederländischen Heimat aus in aller Welt konzertiert.

Sie ist auf den großen Podien zu Hause und gehört dank ihrer charismatischen Ausstrahlung und musikalischen Vielseitigkeit zu den gefragtesten Musikerinnen unserer Zeit. Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Rundfunkorchestern des BR und des NDR, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem London Philharmonic Orchestra und dem Helsinki Philharmonic Orchestra sind einige der besonderen Glanzpunkte einer ohnehin glanzvollen Karriere.

Als Artistic Director wirkte Isabelle van Keulen bereits zwischen 2009 und 2012 beim Norwegian Chamber Orchestra, und als künstlerische Leiterin des Delft Chamber Music Festival, das sie durch ihr Engagement und ihr musikalisches know-how von 1997 bis 2006 maßgeblich prägte. Die vielseitige Künstlerin unterrichtet als Professorin für Violine, Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Luzern.

Als der Cellist und Dirigent Johannes Goritzki vor knapp vierzig Jahren die Deutsche Kammerakademie gründete, stand am Anfang eine Vision: das Streichquartett als Streichorchester. Junge Talente sollten in diesem Ensemble ein Podium erhalten, um ihre Fertigkeiten zu üben und zu perfektionieren. Dieser ursprüngliche Vorsatz wurde auch unter der 12jährigen Leitung von Lavard Skou Larsen in hervorragender Weise fortgeführt. Gefördert durch die Stadt Neuss und zahlreiche Sponsoren, haben die Stipendiaten des Orchesters im Laufe der Jahrzehnte an vielen innovativen Programmen, experimentellen Werkkombinationen und zumeist aufsehenerregenden CD-Einspielungen mitgewirkt – und allesamt dazu beigetragen, dass die Deutsche Kammerakademie Neuss eine bekannte Größe des internationalen Musiklebens oder, mit den Worten des Fachmagazins Das Orchester, »eines der führenden Kammerorchester Deutschlands« wurde.